„Anders arbeiten“ - Gelungener Auftakt der THINK!-Kongressreihe

Veranstaltung der SOS-Kinderdörfer Global Partner ist ein voller Erfolg

München/Berlin, 20. Oktober 2014 – Rund 70 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft versammelten sich am 9. Oktober zum [THINK! like a mother?]-Summit 2014. Auf dem Kongress beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, wie sich Unternehmen auf die Anforderungen ihrer Mitarbeiter in der zukünftigen Arbeitswelt einstellen können. Diskutiert wurden Modelle für attraktive, elternfreundliche Arbeitgeber. Highlights der Veranstaltung waren die Verleihung des Prüfsiegels „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ des TÜV Rheinland sowie die angeregte Diskussion der Gesellschafts- und Arbeitswelt-Szenarien, die von den Zukunftsforschern entwickelt und vorgestellt wurden. In ihrer Abschlussrede gab Bundesministerin Andrea Nahles Einblicke in die Ministeriumsarbeit zum Thema Zukunft der Arbeit.

Die zwei Zukunftsforscher Dr. Heiko von der Gracht und Dr. Bernhard Albert präsentieren mögliche Gesellschaftsszenarien im Rahmen ihres Vortrags "Anders Arbeiten"

Welche Rolle werden Mütter und Väter in 20 Jahren in Unternehmen einnehmen? Wie lassen sich in Zukunft Familie und Arbeit miteinander vereinbaren? Und wie können sich Unternehmen auf die Bedürfnisse von jungen Eltern einstellen, um ihnen auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein? Um Fragen wie diese zu beantworten, waren unter der Ägide der SOS-Kinderdörfer Global Partner Unternehmensvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter sozialer Institutionen im futuristischen Berliner Ottobock Science Center zusammengekommen.

Unter dem Motto „Anders Arbeiten“ präsentierten die Zukunftsforscher Dr. Heiko von der Gracht und Dr. Bernhard Albert hierzu verschiedene Gesellschaftsszenarien. Das Spektrum reichte von eher traditionellen Gesellschaftsbildern wie das einer familienverbundenen „Star Wars“- oder einer technologiefernen „Biedermeier 2.0“-Gesellschaft über virtualisierte „Cyberpunks“ bis hin zu naturverbundenen „Selbstverwirklichern“. Anhand dieser Szenarien erarbeiteten die Teilnehmer kreative Strategien für familienfreundliche Unternehmen der Zukunft. Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen zusammengefasst und anschließend veröffentlicht.

Zertifikat „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ und „Elternfreundlichkeit“ erstmals verliehen

Prämiert wurden auf dem Kongress zudem Arbeitgeber, die mit ihren Konzepten bereits zukunftsweisend sind. Dazu wurde zuvor das neue Zertifikat „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ des TÜV Rheinlands ins Leben gerufen. Wichtiger Bestandteil des Siegels ist das Zusatzmodul  „Elternfreundlichkeit“, bei dem die SOS-Kinderdörfer Global Partner beratend mitgewirkt haben. Die ersten Zertifikate gingen an den Fotofinisher CEWE und die Personalberatung PageGroup.

 „In unserer Unternehmensphilosophie ist seit jeher ein hohes Bewusstsein für die Anliegen der Mitarbeiter verankert. Wir versuchen stets, bestmögliche Lösungen für verschiedene Lebenslagen zu finden und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kontinuierlich zu verbessern. Das Zertifikat vom TÜV Rheinland ist deshalb eine besondere Auszeichnung für uns. Gleichzeitig stellt es einen Ansporn dar, die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter weiter zu erhöhen und uns im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren“, so Andreas Kluge, Geschäftsführer von CEWE.

Goran Bari?, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland kommentiert: „Unsere Branche ist nicht gerade als elternfreundlicher Arbeitgeber bekannt. Umso wichtiger war es uns, die PageGroup im Markt zu differenzieren und für unsere bestehenden und neuen Mitarbeiter langfristig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Ich kann mit Stolz sagen, dass wir mit dem Audit einen echten Kulturwandel von innen heraus angestoßen haben.“

Andreas Kluge, Geschäftsführer von CEWE, und Gabriele Rauße, Geschäftsführerin von der TÜV Rheinland Cert GmbH, bei der Zertifikatsübergabe auf dem Mother Summit in Berlin.
Goran Baric, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland, zusammen mit seiner Kollegin Katharina Streithofer-Posch und Gabriele Rauße von TÜV Rheinland bei der Zertifikatsübergabe in Berlin

„Working Mom“ Andrea Nahles setzt Schlusspunkt

Einblicke in die Arbeit der Ministerien und ihre Gestaltung der Arbeitswelt von morgen gab die Bundesministerin für Arbeit und Soziales in ihrer Schlussrede. Andrea Nahles betonte dabei die Wichtigkeit der Familie –  auch für sie persönlich als klassische „Working Mom“.

Außerdem bewertete Andrea Nahles das Engagement der SOS-Kinderdörfer Global Partner sehr positiv. Mit der THINK!-Kongressreihe sei eine Plattform für Unternehmen, Wissenschaft und Politik geschaffen worden, die die Zukunft von Arbeit und Privatleben in unserer Gesellschaft in den Blick rücke. Zwar könne man nicht vorhersagen, welches der vorgestellten Szenarien wirklich eintreten werde. Dennoch müsse die Gesellschaft – und damit auch die Politik – alles tun, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Dazu gehöre auch, dass Unternehmen verstärkt flexible Arbeitszeitmodelle anbieten müssten, um eine gesunde Work-Life-Balance zu unterstützen. Beispielsweise würden die meisten Frauen in Teilzeit gern mehr Stunden arbeiten, doch gäbe es hier noch nicht genügend Flexibilität.

Bundesministerin Andrea Nahles auf dem [THINK! like a mother?] Summit in Berlin

Zusammenhänge grafisch aufbereitet

Die n-tv Moderatorin Carola Ferstl, die in diesem Jahr bereits die SOS-Kinderdörfer mit ihrer Initiative „Learn Money e.V.“ unterstützte, führte gekonnt durch die ganztägige Veranstaltung. Außerdem gestaltete ein Zeichner des Studio Animanova vor Ort Grafiken zu den Workshop-Inhalten.

Die schönsten Impressionen und Bilder vom ersten [THINK! like a mother?] Summit der SOS-Kinderdörfer Global Partner finden Sie hier.